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Lexikon

Sie finden hier einige ausgewählte Begriffe. Für weitergehende Informationen empfehlen wir das Glossar des Bundesverbandes Deutscher Kapitalgesellschaften - German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK)

Co-Finanzierung

Mindestens zwei Investoren beteiligen sich an einem Unternehmen. Dabei kann es sich um Beteiligungsgesellschaften, Privatpersonen oder industrielle Partner handeln. Im Fall mehrerer Beteiligungsgesellschaften wird eine der Gesellschaften zum Lead-Investor. Dieser übernimmt bei der Strukturierung und Betreuung des Engagements eine aktivere Rolle, und koordiniert häufig das Zusammenspiel mit dem Co-Investor und Unternehmen.

Due Dilligence

Eine detaillierte Prüfung und Bewertung eines potentiellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investmententscheidung. Ziel ist es, potentielle, wirtschaftliche, technische und juristische Risiken hinsichtlich der zukünftigen Geschäftstätigkeit frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Exit

Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils. Dies kann erfolgen durch einen Börsengang (Going Public), Verkauf an einen industriellen oder strategischen Investor (Trade Sale), Verkauf an einen anderen Finanzinvestor (Secondary Purchase) oder durch Rückkauf der Anteile durch die Altgesellschafter (Buy Back). Auch ein Portfolioabgang auf Grund einer technisch oder wirtschaftlich begründeten Insolvenz ist ein Exit.

Fonds

Französische Bezeichnung für Kapital. Ein Fonds ist eine Geldsammelstelle für Kapitalanleger. In einem Fonds werden Vermögenswerte für einen bestimmten Zweck gebildet und verwaltet.

IuK-Technologie/ ICT

Abkürzung für Informations- und Kommunikationstechnologie; engl. information and communication technology

LOI (Letter of Intent)

Englische Bezeichnung für eine schriftlich abgegebene Erklärung im Vorfeld einer Beteiligung, in der die Absicht der Beteiligungsgesellschaft und des Unternehmens zum Abschluss eines Beteiligungsvertragswerkes bekundet wird. In dieser Absichtserklärung sind bereits wesentliche Vertragsbestandteile wie Finanzierungsvolumen, Anteilserwerb, Mitbestimmung u. ä. festgelegt.

Minderheitsbeteiligung

Die Beteiligung am Stammkapital liegt unter 50 Prozent.

Offene Beteiligung

Der Investor wird bei einer offenen Beteiligung durch Übernahme von Anteilen des Stamm- bzw. Grundkapitals Mitgesellschafter. Er partizipiert unmittelbar an der Entwicklung des Unternehmenswertes.

Private Equity

Englische Bezeichnung für das von Privatanlegern beschaffte Beteiligungskapital (i. d. R. für spätere Unternehmensphasen). Im weiteren Sinn ist Private Equity der Oberbegriff für vorbörsliches Beteiligungskapital. Er umfasst neben Venture Capital auch Mezzanine-Finanzierungsinstrumente und Buy Outs.

Public Private Partnership

Angelsächsische Bezeichnung für eine Kooperation öffentlicher und privater Partner.

Stille Beteiligung

Der Investor übernimmt keine Anteile am Stamm- bzw. Grundkapital eines Unternehmens. Im Fall einer typisch stillen Beteiligung nimmt der Beteiligungsgeber nicht an Verlusten des Unternehmens teil, anders als im Fall einer atypisch stillen Beteiligung. Für stille Beteiligungen werden feste und variable Entgelte vereinbart.

USP (Unique Selling Proposition)

Englische Bezeichnung für ein Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens. Ein Unternehmen mit einem USP im Bereich Technologie oder Produkt verfügt über einen potentiellen Wettbewerbsvorteil.

Venture Capital

Englische Bezeichnung für Risiko- bzw. Beteiligungskapital. Venture Capital wird in nicht börsennotierte, wachstumsträchtige, innovative Unternehmen in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten investiert. Die Bereitstellung von Venture Capital wird in erster Linie von den Wachstumschancen des Unternehmens und der daraus resultierenden Rendite abhängig gemacht. Venture Capital wird zur Finanzierung früher Unternehmensphasen, Wachstumsphasen sowie zu besonderen Finanzierungsanlässen verwendet. Die Finanzierung ist zeitlich begrenzt.